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Leitgedanken zum Kompetenzerwerb im Fach Technik[1]

 

 

 

In nahezu allen Lebensbereichen sind wir heute von der Technik umgeben und betroffen.

Wir müssen

  • technische Entwicklungen oder Objekte bewerten, sie auswählen und über sie (mit)entscheiden;
  • technische Objekte in Betrieb nehmen, sie gebrauchen und bedienen, sie warten, pflegen und instand setzen;
  • technische Objekte entwickeln und herstellen;
  • technische Zusammenhänge erkunden und erkennen;
  • technische Entwicklungen und Veränderungen (mit)initiieren und verantwortlich begleiten.
  • Junge Menschen müssen sich bezüglich der Wahl ihres Startberufes orientieren.
  • den jungen Menschen Orientierung in einer komplexer werdenden technischen Welt zu ermöglichen;
  • ihnen Gelegenheiten zu geben, ihre eigenen persönlichen Möglichkeiten und Chancen zu finden und
  • an dieser durch Technik maßgeblich geprägten Gesellschaft verantwortungsvoll teilhaben und mitwirken zu können.
  • Mädchen und Jungen in gleicher Weise anspricht,
  • ihnen einen Zugang zu Primär- und Realerfahrungen ermöglicht,
  • ein schülerzentriertes und weitgehend projektorientiertes Vorgehen verwirklicht und
  • vielfältige Unterrichtsverfahren anwendet (zum Beispiel die Konstruktionsaufgabe, die Fertigungsaufgabe, das Projekt, das technische Experiment, die Produktanalyse, die Erkundung, die Fallstudie),
  • in Gebrauch nehmen und sachgemäß bedienen
  • entwickeln, planen, herstellen
  • bewerten, entscheiden und eigene Entscheidungen begründen
  • die Fachsprache beherrschen
  • Objekte und Zusammenhänge technografisch darstellen
  • Funktions- und Wirkungszusammenhänge erkennen
  • Projekte und technische Experimente weitgehend selbst planen, durchführen und auswerten
  • Informationen beschaffen, auswerten und beurteilen
  • Informationen, Versuchs-, Projektergebnisse usw. dokumentieren und präsentieren
  • technische Objekte sachgemäß und sicherheitsbewusst bedienen
  • Probleme erkennen, analysieren und lösen
  • bei Widerständen und Schwierigkeiten durchhalten
  • selbstständig und zuverlässig arbeiten
  • eigene Ideen einbringen, umsetzen und bewerten
  • sich bezüglich der Berufswahl orientieren
  • geschlechtsspezifisches Rollenverhalten reflektieren und abbauen
  • im Team arbeiten
  • Verantwortung in der Gruppe übernehmen
  • hilfsbereit sein
  • Konflikte aushalten und sachlich austragen 
  • sich und andere in eine Gruppe integrieren

Geht man von der Situation des technischen Laien aus, der sich heute in seinem Alltag einer immer weiter vordringenden, undurchschaubarer und unverständlicher werdenden Technik gegenüber sieht, dann gewinnt als allgemeines Bildungsziel an Bedeutung:

Gefordert ist also eine technische Grundbildung, die nicht auf (berufliches) Spezialwissen und Spezialkönnen abhebt, sondern die den Schülerinnen und Schülern fundamentale Einsichten und Handlungsmuster durch eine intensive Auseinandersetzung mit exemplarischen technischen Inhalten vermittelt.

Diese Inhalte werden aus den fünf Problem- und Handlungsfeldern der Technik gewählt, die die Verbindung der technikwissenschaftlichen mit den humanen, sozialen und ökologischen Aspekten der Technik spiegeln:

Arbeit und Produktion: Wie entsteht Technik? Wie wird Technik geplant, entwickelt und hergestellt? Welche Vorteile, Nachteile und Auswirkungen haben technische Prozesse und Systeme für Mensch und Umwelt?

Information und Kommunikation: Wie können Informationen technisch übertragen werden? Was bedeutet „Verarbeiten von Daten/Informationen“? Wie können Daten technisch verarbeitet werden? Weshalb nimmt die Informations- und Kommunikationstechnik heute eine Schlüsselstellung bei der Weiterentwicklung der Technik ein? Welche Vorteile, Nachteile und Auswirkungen bringt das Übertragen und Verarbeiten von Daten/Informationen?

Transport und Verkehr: Wie geschieht technisch der Transport von Menschen und Gütern? Wie kann bei weiter zunehmendem Verkehr die Mobilität von Menschen und Gütern gewährleistet werden? Wie werden/könnten Verkehrssysteme der Zukunft aussehen? Welche Vorteile, Nachteile und Auswirkungen für Mensch und Umwelt haben Transport und Verkehr?

Versorgung und Entsorgung: Wie kann eine sozial- und umweltverträgliche Ver- und Entsorgung mit Nahrung, Rohstoffen und Energie realisiert werden? Wie können Luft, Wasser und Boden vor Verunreinigungen und Vergiftungen geschützt werden? Wie können Abfallstoffe, Müll und Reststoffe gefahrlos für Mensch und Umwelt entsorgt werden?

Bauen und Wohnen: Wie wohnen wir und wie gestalten wir unser Wohnumfeld? Wie haben sich die Bedürfnisse und sozialen Gewohnheiten im Bereich Wohnen und Bauen im Laufe der Zeit verändert? Nach welchen Bedürfnissen und Gesichtspunkten gestalten wir Produktionsstätten und öffentliche Bauten?

Dabei stehen immer Primär- und Realerfahrungen mit Technik im Mittelpunkt des handlungs- und problemorientierten Technikunterrichts.

Um das oben formulierte Ziel einer technischen Grundbildung erreichen zu können, wird ein mehrperspektivisches Verständnis von Technik zu Grunde gelegt. Danach sollen die Schülerinnen und Schüler Technik nicht nur als bloßen Objektbereich begreifen, sondern die Entstehung und die Verwendung von neuen Lösungen und Richtungen sollen mit berücksichtigt werden – ebenso die Offenheit ihnen gegenüber. Denn Technik ist eng mit unseren Werten und Normen, mit Fragen der Gesundheit und Sicherheit, mit  wirtschaftlichen Gesichtspunkten und mit solchen der persönlichen Lebensgestaltung jedes Einzelnen verbunden.

Deshalb sind die Bildungsstandards innerhalb der Problem- und Handlungsfelder in vier Zielperspektiven unterteilt:

Die Handlungsperspektive: Sie schafft für die Schülerinnen und Schüler Handlungs- und Erfahrungsmöglichkeiten im Bereich der Technik, die in ihrem gesellschaftlichen Umfeld heute nicht mehr gegeben sind. Dadurch können sie allgemeine Fähigkeiten und Fertigkeiten als Grundlage für die Bewältigung technischer Probleme im Alltag erwerben.

Die Kenntnis- und Strukturperspektive: Sie umfasst das Wissen über wichtige technische Sachverhalte und die Erkenntnis von Strukturzusammenhängen. Damit ist gewährleistet, dass technisches Wissen und Denken sich nicht auf isolierte Bereiche beschränken, sondern die inneren Zusammenhänge mit umfassen und damit bei den Schülerinnen und Schülern allgemeine und übertragungsfähige Denkstrukturen aufgebaut werden.

Die Bedeutungs- und Bewertungsperspektive: Sie ermöglicht die Einsicht in das Zusammenspiel von gesellschaftlichen Vorgaben, technischen Realisierungen und – daraus folgend – neuen gesellschaftlichen Veränderungen. Außerdem umfasst sie die Kenntnis angemessener Kriterien zur Beurteilung technischer Objekte, Prozesse und langfristiger Entwicklungen und die Methoden dieser Beurteilung. Dadurch wird bei den Schülerinnen und Schülern allmählich eine rational begründete Beurteilungsfähigkeit gegenüber Technik aufgebaut.

Die vorberufliche Orientierungsperspektive: Sie zielt darauf ab, den Schülerinnen und Schülern durch unmittelbaren und handelnden Umgang in den verschiedensten Bereichen der Technik ihre beruflichen Interessen und Fähigkeiten bewusst zu machen. Dies wird unterstützt durch gezielte Informationen und Erkundungen gewerblich-technischer Berufsfelder.

Diese Mehrperspektivität macht auch deutlich, dass der Technikunterricht eine fächerübergreifende Arbeit an der Schule unterstützt und die Kooperation mit anderen Fächern fordert und fördert.

In einem handlungs- und problemorientierten Technikunterricht, der

werden bei den Schülerinnen und Schülern bis zum Ende der 10. Klasse wichtige Kompetenzen gefördert:

Fachkompetenz

Methodenkompetenz

Personale Kompetenz

Sozialkompetenz

Das Fach Technik leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Informationstechnischen Grundbildung an der Realschule. Die Kompetenzen und Inhalte hierfür werden den rahmengebenden Bildungsstandards für Informationstechnische Grundbildung entnommen.

Ferner kann der Technikunterricht an geeigneten Stellen zum bilingualen Lehren und Lernen an der Realschule beitragen.


[1] lt. Bildungsplan Realschule Baden-Württemberg 2004, S. 144f.

Freundeskreis

Informationen und Termine

INFO: Realschule ab 2016/17 

Infobrief 2017 - 2018

Jahresplanung17/18

13.9.2017 Einschulung 5.Klasse

29.11-1.12 Eurokom

10.3.2018 Tag der offenen Tür für zukünftige 5.Kl.

21+22.3.2018 Anmeldung für zukünftige 5.Kl.


Prüfungsinformationen für
das Abschlussjahr
(PowerPoint)

Abschlussprüfung 2018:
  

Schriftliche Prüfung:

  • Deutsch: 18.04.2018
  • Mathematik: 20.04.2018
  • Englisch: 24.04.2018

FÜK/ Mündliche Prüfung:  

      28.06.2018 und 29.06.2018

Entlassfeier: 13.07.2018

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